Gartenbahn Toffeholz


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Spurpflug

Rollmaterial > Eigen- & Umbauten

Entstehung eines Spurpfluges

Weil wir totale Eisenbahnspinner sind sollte auch ein Winterbetrieb auf der Gartenbahn möglich sein. Ein Spurpflug zum vorstellen an eine kräftige Lokomotive ist in unseren Hirnen fest verankert. Nach Recherchen im Internet konnten wir feststellen, dass unser Vorhaben auch funktionieren kann. Als Vorbild diente der Spurpflug Xk 9144 und ein Modell aus dem Hause von Bemo. Stationiert ist dieser Pflug in Poschiavo und gebaut von Stadler im Jahre 1968.

LüP : 7340 mm
Achsstand : 3300 mm
Räumbreite : 2500 mm
Räumhöhe : 1000 mm
Feste Breite : 2500 mm
Feste Höhe : 2100 mm
Gewicht : 9.4 t

Herstellung:

Für den Grundrahmen wählte ich ein Messing U- Profil in den Abmessungen 8 x 4 mm. Nachdem alle Teile gemäss Plan in die entsprechenden Längen und Gehrungen geschnitten worden sind, wurde der Rahmen zusammengelötet. Die Lötpaste Solderin ist für solche Arbeiten am einfachsten. Man bestreicht alle Verbundstellen mit der Paste, setzt anschliessend alle Teile zusammen, fixiert alles um ein verrutschen zu verhindern und dann wird mit einer Lötlampe alles erhitzt bis das Solderin sich verbindet. Für etwas stärker beanspruchte Verbindungen sollte noch Lötzinn dazugegeben werden.

Die Stossplatte ist aus 2.5mm Messingblech entstanden und ebenso in der gleichen Erhitzung mit dem Rahmen verbunden worden. Das Richten und Fixieren nimmt die meiste Zeit und Geduld in Anspruch, aber das Ergebnis lässt sich zeigen.


Im nächsten Schritt sollten die Achslager und deren Führung entstehen. Die Achslager hatte ich bei der Firma www.strauss-modellbahn.de gefunden. Die an den Achslager eingepressten Kunststoffbuchsen ersetzte ich gegen solche aus Bronze. Da ich isolierte Kugelgelagerte Achsen einsetzte, ist der Kurzschluss über das Fahrgestell eliminiert. Die Führungen sind aus Messingblech 2.5mm gefräst, so dass sich die gekauften Lager leicht einschieben lassen. Anschliessend sind alle Achslagerführungen an den Grundrahmen angelötet worden. Aber nun wird’s kniffliger! Positionieren und Ausrichten ist der einfache Part. Zusammenlöten ohne das der Grundrahmen sich in Einzelteile zerlegt der Andere. Aber mit ein bisschen Erfindergeist klappte auch dieses.


Als Herausforderung stellen sich der Pflugschar. Messingblech der Stärke 2.5mm Presste ich kalt in eine geeignete Stahlform. Nach dem Pressen sind die rohen Teile auf einer 3D Alufräse in die entsprechende Gehrung geschnitten und anschliessend zusammengelötet worden. Die Pfeilform entstand auf einer Plattenfräse, die auch in verschieden Positionen verstellt werden kann. Weil bereits das Fahrgestell auf den eigenen Räder steht, kann der fehlende Ausschnitt genau angezeichnet und ausgeschnitten werden. Durch das Anpassen ergibt sich auch das Mass für die rückliegenden Abweiser.


Der in der Mitte hängende Pflug ist im Vorbild hydraulisch bedienbar, und ist praktisch auf gleiche weise entstanden. Eine Hängevorrichtung wurde angebracht um sich bei Überfahrt einer Weiche selbsttätig nach Hinten und Oben bewegen zu können. Der bereits in Rot gespritzte mittlere Pflugschar ist mit Plasti-Dip (flüssigen Gummi) behandelt. Dieser leitet keinen Strom, solange der Überzug intakt ist.


Die Aufbauten sind aus Vierkantmessing 30x30mm entstanden und dienen vor allem der Gewichtszunahme des Pfluges.



Dies ist der Zustand im Dezember 09 mit erstem Schneekontakt.

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